Publikationen

Barbara Sternthal

Auf nach Venedig

Verborgenes | Skurriles | Kulinarisches

 

144 Seiten

Erschienen: Frühjahr 2012

Folio, Wien-Bozen

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Textauszug

Die erste Vedute, die Venedig von sich preisgibt, ist nicht ihre schönste. Ich liebe sie trotzdem, weil sie voller Versprechungen ist. Im Idealfall glitzert das Wasser in der nordwestlichen Lagune, ein paar unbewohnte Inseln links, der eine oder andere Glockenturm schält sich aus dem Dunst.

Dann die Fassaden der alten Schlachthäuser und die seltsamen Bullaugen der Wohnhäuser von San Girolamo.

Da liegt er, der Rücken des Fisches, die Form jener Kontur, die Venedig bildet. Dann verschwindet all das hinter uniformen Wohnbauten und der Zug fährt in den Bahnhof ein. Nur noch Augenblicke trennen mich vom Übergang zwischen Erinnerung und Wirklichkeit, vom Duft nach Meer von der salzigen Feuchtigkeit, die sich auf die Haut legt, und vom ersten Blick auf all das seit Jahrzehnten Vertraute. Einen Moment noch und die Sehnsucht wird von der Erfüllung abgelöst.

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